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OrgelMusik zur Marktzeit
Samstag, 4. Oktober 2014, 11:15 - 12:00
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von

Werke von Johann Sebastian und Carl Philipp Emanuel Bach und Cèsar Franck
Heiko Ittig - Orgel

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Die Musik zur Marktzeit am Samstag, den 04.10.2014, präsentiert Orgelmusik aus Barock, Klassik und Romantik. Ab 11:15 Uhr spielt Pauluskantor Heiko Ittig Werke von Johann Sebastian Bach und seinem Sohn Carl Philipp Emanuel sowie von César Franck. Der Eintritt ist wie immer frei. Ausgangs wird eine Spende erbeten.
1727 legte Johann Sebastian Bach eine Sammelhandschrift mit Orgelmusik an. Sie enthält neben den Achtzehn Chorälen und den Kanonischen Veränderungen über Vom Himmel Hoch zu Beginn sechs Triosonaten für Orgel. Triosonate bedeutet hier, dass die beiden Manuale und das Pedal unabhängig und rein einstimmig geführt sind, was satztechnisch eine erhebliche Aufgabe darstellt. Einen gemeinsamen Titel hat Bach nicht verwendet, die einzelnen Sonaten sind jeweils überschrieben mit „Sonata à 2 Clav. e Pedal di J. S. Bach“. Die Triosonaten sind 1727 bis 1732 entstanden; dem Bachbiographen Johann Nikolaus Forkel zufolge hat Bach sie als Unterrichtsmaterial für seinen ältesten Sohn Wilhelm Friedemann Bach geschrieben. Nach heutigem Forschungsstand liegt der Komposition der Es-Dur-Triosonate ein originales Trio in F-Dur, wohl für Blockflöte, Oboe und Continuo, zugrunde.
Ebenfalls vom Thomaskantor Bach komponiert ist das Choralvorspiel "Allein Gott in der Höh sei Ehr", das in der 1739 veröffentlichten Sammlung "Clavierübung Dritter Teil" erschienen ist. In ihr finden sich 77 Choralbearbeitungen, die im Sinne einer lutherischen Messe angeordnet sind.
César Franck steht am Beginn der erstaunlichen Hochblüte der französischen Orgelmusik, die um 1860 begann und bis weit in das 20. Jahrhundert hinein reichte. Während der Französischen Revolution, als die Kirchen zu “Tempeln der Vernunft“ oder gar zu Munitionsfabriken umgewidmet wurden, erlitten auch viele Orgeln irreparable Schäden, und nach den Revolutionsjahren und den Napoleonischen Kriegen fehlte es sowohl an Organisten wie an Orgelbauern. Erst als der bedeutende Orgelbauer Aristide Cavaillé-Coll (1811–1899) auf den Plan trat, entstanden in Frankreich wieder Orgeln von Rang. Cavaillé-Coll hielt einerseits an traditionellen Bau- und Dispositionsprinzipien fest, führte andererseits aber Neuerungen wie den Barkerhebel, Einführungstritte, Winddruckdifferenzierung etc. ein und erweiterte so die Klangpalette seiner Orgeln in Richtung des klassisch-romantischen Orchesters. César Franck war 1859 Organist an der Kirche Sainte-Clothilde in Paris mit ihrer Cavaillé-Coll-Orgel geworden, und er wurde der erste Komponist von Rang, der für die Orgeln von Cavaillé-Coll die entsprechende Musik schrieb. Ihm folgten Meister wie Alexandre Guilmant (1837–1911), Charles-Marie Widor (1844–1937), Louis Vierne (1870–1937), Marcel Dupré (1886–1971) und Olivier Messiaen (1908–1992), um nur die bekanntesten Namen zu nennen.
Die drei Choräle in E-Dur, h-Moll und a-Moll bilden den Höhepunkt und Abschluss von César Francks Orgelmusik. Sie wurden vollendet im Todesjahr des Meisters, der am 8. November 1890 als Spätfolge eines Verkehrsunfalls verstarb. Francks Choräle haben weder mit dem gregorianischen Choral noch mit dem evangelischen Kirchenlied etwas zu tun; vielmehr versteht Franck unter einem Choral eine selbst erfundene, choralähnliche Melodie, welche das Grundthema der Komposition bildet. Dabei stellt Franck die Melodie nicht gleich zu Beginn des Werks als fertiges Ganzes vor, sondern er entwickelt sie erst im Verlaufe der Stücke zu ihrer vollen Gestalt. So beginnt auch der Choral in E-Dur verhalten, mit motivischen Andeutungen der Choralmelodie, welche erstmals mit der Oboe im Sopran erscheint. Doch die Bewegung steigert sich, breite, akkordische Takte wechseln mit raschen, imitierenden ab, und die Melodie wird in einzelne Motive zerlegt. Zum krönenden Schluss erstrahlt die Choralmelodie in voller Länge im Organo Pleno.

Ort Pauluskirche Hamm, Marktplatz 16, 59065 Hamm

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