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9. Hammer Kulturnacht
Freitag, 26. April 2013, 18:30 - 23:30
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9. Hammer Kulturnacht

19:00 Uhr „Don Carlos“ mit dem Malteser Faust-Theater im Kirchturm

19:30 Uhr J. S. Bach – Kantate „Geist und Seele wird verwirret“ Annika van Dyk (Hamm) – Alt; Paulusensemble Hamm, Leitung: Kantor Heiko Ittig

20:30 Uhr Orchestermusik mit dem Paulusensemble Hamm, Leitung: Kantor Heiko Ittig
21:30Â Uhr contemporary gospel mit dem Pop- & Gospelchor Hamm, Leitung: Kantor Heiko Ittig

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"Geist und Seele sind verwirret": So hat Johann Sebastian Bach seine Kantate für den  12.Sonntag nach Trinitatis überschrieben oder besser gesagt: Der Darmstädter Hofbibliothekar Georg Christian Lehms, denn von ihm stammt der Text der Kantate, welche das Paulusensemble Hamm mit Annika van Dyk (Alt) und Larissa Neufeld (Soloorgel) in einem Kantatenkonzert um 19:30 Uhr aufführen wird.

Lehms lehnt sich eng an das Evangelium des Sonntags an: Die Wunder Gottes, von denen das Volk erzählt, sind so groß, sagt die Eingangsarie, dass Geist und Seele bei ihrer Betrachtung verwirrt verstummen. Die Orgel, die mit sehr lebhaften Figuren in diesem Satz auftaucht, soll die Wunder darstellen; die Pausen, die im Thema der Melodie immer wieder auftauchen, machen das Verstummen vor den Wundern, von dem im Text die Rede ist, hörbar.

Das folgende Rezitativ erwähnt die Taubstummenheilung, von der das Evangelium berichtet, noch direkter: "Den Tauben gibt’s du das Gehör, den Stummen ihre Sprache wieder". Â

Der Schluss des biblischen Berichts bildet die Vorlage für die zweite Arie: "Gott hat alles wohlgemacht". Und mit dieser Arie ändert sich auch das Tongeschlecht dieser Kantate: Von Moll tritt die Kantate nun zum ersten Mal in einen eindeutigen Dur-Bereich, der den froh-bewegten Charakter und damit die Aussage dieser Arie unterstützt.

Mit dieser Arie endet der erste Teil der Kantate, der vor der Predigt aufgeführt wurde. Der zweite Teil war dann nach der Predigt zu hören. Dieser wird durch einen raschen Sinfoniesatz eröffnet, dann folgt das Rezitativ: Gott möge der versammelten Gemeinde die Ohren öffnen und die Zunge lösen, ihn zu preisen und sich somit als Gottes Kinder und Erben zu erweisen.

Diese Erbschaft des Gottesreiches ist das eigentliche Ziel des Christenlebens, und so schließt die Dichtung mit dem Wunsch, recht bald vom "jammerreichen Schmerzensjoch" dieser Erde befreit, bei Gott mit allen Engeln "ein fröhliches Halleluja" zu singen, wie es im Text heißt. Im Unterschied zu vielen anderen Kantaten lässt Bach diese Kantate nicht mit einem einfachen Schlusschoral enden, sondern mit dieser sehr freudigen und tänzerischen Arie.

Bachs Komposition ist zum 8. September 1726 entstanden. Die Textdichtung ist eine regelrechte Cantata im Sinne der Terminologie der damaligen Zeit, da sie auf Zitate aus der Bibel und Choralsätze verzichtet und nur madrigalische Dichtung enthält. Bach folgt diesem textlichen Vorbild, verzichtet daher auch auf einen Chor und überträgt alle Gesangspartien dem Solo-Alt. Offenbar stand ihm zur dieser Zeit ein besonders fähiger Altist zur Verfügung.

In einer kleinen Orchestermusik spielt das Paulusensemble Hamm unter der Leitung von Pauluskantor Heiko Ittig die Sinfonie G-dur für Streicher und B.c. von Johann Gottlob Janitsch und das Concerto B-dur für Solovioline, Solocello, Streicher und B.c.. Weitere Ausführende sind Britta Kailuweit (Violine), Dr. Oliver Christ (Violoncello) und Larissa Neufeld (Orgelcontinuo).

Johann Gottlieb Janitsch, der einer bürgerlichen Familie entstammte, erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Lateinschule seiner Heimatstadt. Im nahegelegenen Breslau konnte er bei Musikern der dort anwesenden Kurmainzer Hofkapelle, seine musikalischen Kenntnisse erweitern. Auf Wunsch seines Vater studierte er von 1729–1733 Jura an der Universität Frankfurt an der Oder, hier erhielt er erste Aufträge Festmusiken zu schreiben. 1733 wurde er Sekretär des Ministers Franz Wilhelm von Happe. Ab 1736 war er Kammermusiker bei Kronprinz Friedrich in Schloss Rheinsberg. Hier veranstaltete mit Genehmigung des Kronprinzen die sogenannten „Freitagsakademien“, in denen auch das Bürgertum in den Genuss von Werken der Hofkapelle kam. Als zu den „ersten Capellbediensteten“ der neu gegründeten Berliner Hofkapelle war er ab 1740 Kontraviolinist bei einem Gehalt von 350 Talern. In Berlin setzte er diese Tradition in Form eines wöchentlichen Konzertes fort, bei denen Königliche, Prinzliche, Markräfliche Kammer-und andere geschickte Privatmusicis und Liebhabern öffentlich musizierten. Diese Musikvereinigung, war die erste eine ganzen Reihen von ähnlichen Organisationen, die nach 1750 in Berlin entstanden. Janitsch setzte somit den Anfang des sich Loslösens vom höfischen, zum bürgerlichen Konzertgeschehen. 1749 heiratete er, Johanna Henriette Eymer, Adoptivtochter des Hofrats und Bürgermeisters Albrecht Emil Nicolai.

Janitschs Werke entsprechen dem galanten und empfindsamen Stil der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Bis in die 1740er , komponierte er überwiegend viersätzige Triosonaten in Form der Kirchensonate( langsam-schnell-langsam-schnell), ab 1750 fast ausschließlich dreisätzige Werke in Form von Quartetten (3 Oberstimmen und B.c.) in unterschiedlich zusammengestellten Streich- und Bläserbesetzungen. Viele Werke wurden bereits zu Lebzeiten Janitschs vom Verlag Breitkopf gedruckt. Zahlreiche Manuskripte werden in dem seit 1999 wieder zugänglichen Archiv der Sing-Akademie zu Berlin aufbewahrt [1].

Der Komponist Johann Wilhelm Hertel äußerte sich noch Jahre nach Janitschs Tod: „Er war ein guter Contrapunktist und seine Quartetten sind noch zur Zeit die besten Muster dieser Art“.

John Stanley (1712-86) war ein englischer Komponist und Organist. Er erblindete nach einem Unfall im Alter von 2 Jahren, studierte Musik bei Maurice Greene und hatte einige Organistenstellen in London inne. Er war mit Georg Friedrich Händel befreundet und führte nach Händels Tod dessen Oratorien gemeinsam mit John Christopher Smith und später mit Thomas Linley auf. 1779 trat er die Nachfolge von William Boyce als "Master of the King's Musick" an.

Sein Werk umfasst die Oper "Teraminta", die Kantate "The Choice Of Hercules", 12 weitere Kantaten mit Texten von John Hawkins, die Oratorien"Jephta", "The Fall of Egypt" und "Zimri", sowie Instrumentalmusik.

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