Adventskonzert

Das traditionelle Adventskonzert findet in jedem Jahr am Samstag vor dem 4. Advent statt in der Pauluskirche Hamm statt, in diesem Jahr am 22.12.2018, um 18 Uhr. > hier können Sie Karten erwerben


In diesem Jahr werden die Kantaten "Machet die Tore weit" von Georg Philipp Telemann und "Gelobet seist du, Jesu Christ" BWV 92 und "Sie werden aus Saba alle kommen" BWV 65 von Johann Sebastian Bach aufgeführt werden.

> hier können Sie Karten erwerben

Das traditionelle Adventskonzert findet in jedem Jahr am Samstag vor dem 4. Advent statt in der Pauluskirche Hamm statt, in diesem Jahr am 22.12.2018, um 18 Uhr. 

In diesem Jahr werden die Kantaten "Machet die Tore weit" von Georg Philipp Telemann und "Gelobet seist du, Jesu Christ" BWV 91 und "Sie werden aus Saba alle kommen" BWV 65 von Johann Sebastian Bach aufgeführt werden. Ausführende sind Takako Oishi – Sopran; Rebecca Engel – Alt; Wilhelm Adam – Tenor und Gerrit Miehlke – Bass

Ein großes Orchester wirkt mit und die Pauluskantorei Hamm unter Leitung von Kantor Heiko Ittig

Karten sind im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich, so u.a. bei den Ticketshops von Glocke und WA, sowie dem Verkehrsverein Hamm und dem Ticket Corner Oststraße.

 

Die Kompositionen

 

Die Adventskantate „Machet die Tore weit“ entstand 1734 und basiert auf dem Text von Psalm 24, Verse 7 bis 10. Sie ist seit langem eines der meistaufgeführten Telemannschen Kirchenmusikwerke. Unter den Handschriften, die die Kantate überliefern, befindet sich ein bedeutsames Wort der Wertschätzung von J. S. Bach. Mit G. F. Händel verband Telemann eine lebenslange Freundschaft. Mit über 3.600 verzeichneten Werken ist Georg Philipp Telemann (1681-1767) einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. Telemanns Erbe umfasste alle zu seiner Zeit verbreiteten Gattungen. Seine etwa 1.750 Kirchenkantaten machen einen großen Teil seines Schaffens aus. Der große Umfang ist teils auf die Telemannsche Arbeitsweise, teils auf eine mit 75 Lebensjahren sehr lange Schaffensphase zurückzuführen. Er komponierte um 1693 bereits mit 12 Jahren seine erste Oper „Sigismundis“; sein letztes Werk war die „Markus Passion“ im Jahr 1767. Über seine Arbeitsweise wird berichtet, dass ihm zu seiner Eisenacher Zeit vor der Ankunft eines hohen Besuches nur etwa drei Stunden Zeit gegeben war, eine Kantate anzufertigen. Der Hofpoet verfasste den Text, Telemann schrieb dazu gleichzeitig die Partitur, wobei er meist noch vor dem Dichter mit der Zeile fertig war. Nach etwas über eine Stunde war das ganze Stück komponiert. Telemann genoss zu seinen Lebzeiten großes Ansehen. Schon in Frankfurt ab 1712 war er weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. In Hamburg ab 1721 erreichte sein Ruhm den Höhepunkt in den Jahren 1737/38. Beigetragen zu seiner beispiellosen Karriere hat die Tatsache, dass er einerseits neue, beliebte musikalische Entwicklungen vorantrieb und andererseits einen ausgeprägten, ja fast unverfrorenen, Geschäftssinn besaß. Die zu seinen Lebzeiten vorherrschende Wertschätzung überdauerte seinen Tod nicht lange. Schon wenige Jahre danach häufte sich die Kritik an seinem Werk. Der Grund für diesen Wechsel lag im Übergang vom Barock zu der Zeit des Sturm und Drang und der beginnenden Wiener Klassik mit dem damit einhergehenden modischen Wandel: Die Aufgabe der Musik lag nicht mehr im „Erzählen“, sondern im Ausdruck subjektiver Empfindungen. Etwa ab 1830 gerieten die Werke Telemanns - bis auf wenige Aufführungen - fast ganz in Vergessenheit. Im ausgehenden 19. Jahrhundert erreicht das Ansehen Telemanns in musikhistorischen Kreisen einen absoluten Tiefpunkt. Es entwickelte sich zudem eine zunehmende und systematische Diffamierung. Seine Werke galten als „zu flach und oberflächlich, ohne Kraft und Saft, ohne Erfindung“. Er geriet auch in den Schatten „der Originalität und quellenden Frische“ der Bachschen Musik. Seine Rehabilitation begann im 20. Jahrhundert mit einer gründlicheren wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Telemanns Werken. Besonders nach dem 2. Weltkrieg beschäftigte man sich mit einer unvoreingenommenen methodischen Forschung von Telemanns Gesamtwerk. Die Gründung und das Wirken zahlreicher Telemann-Gesellschaften, -Arbeitskreise und -Vereine, die Aufnahme und Veröffentlichung von Tonträgern sowie diverse Rundfunkübertragungen führten zu einer neuen Beachtung und damit Aufwertung von Telemanns Schaffen. Heute steht er dank auch vieler Neuausgaben als der interessante Meister jener mächtigen Generation in der Reihenfolge gleich hinter Bach und Händel.

 

Die Choralkantate „Gelobet seist du Jesu Christ“ BWV 91 aus Johann Sebastian Bachs zweitem Kantatenzyklus beruht auf dem Hauptlied für Weihnachten, Gelobet seist du, Jesu Christ (1524) von Martin Luther. Bach führte die Kantate am 25. Dezember 1724 auf. Es war die erste Kantate, die er in Leipzig für den 1. Weihnachtstag komponierte, denn im Vorjahr hatte er die Weimarer Kantate Christen, ätzet diesen Tag (1714) wieder aufgeführt. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Tit 2,11-14 LUT und Lk 2,1-14 LUT, die Geburt Jesu und ihre Verkündigung an die Hirten. Der unbekannte Kantatendichter behielt die erste und letzte Strophe bei, erweiterte die 2. Strophe um Rezitative, formte die Strophen 3 und 4 zu einer Arie (Satz 3) um, Strophe 5 zu einem Rezitativ, Strophe 6 wieder zur Arie. Bach führte die Kantate vier weitere Male am 25. Dezember auf, 1731, 1732 oder 1733, und zweimal in den 1740er-Jahren, also nachdem er 1734 sein Weihnachtsoratorium aufgeführt hatte, das in zwei Sätzen ebenfalls Strophen des Chorals enthält. Im Eingangschor setzt Bach vier konzertierende Chöre ein, die Singstimmen, die Hörner, die Oboen und die Streicher. Das thematische Material des Ritornells erscheint auch als Zwischenspiel und grundiert die Vokalteile. Die Choralmelodie liegt im Sopran. Die Unterstimmen sind in der ersten und letzten Liedzeile imitatorisch geführt, in der zweiten und vierten akkordisch, in der zentralen Zeile erscheinen beide Formen auf die Worte „Von einer Jungfrau, das ist wahr“.

Im 2. Satz wird das Rezitativ kontrastiert von Choralzeilen, die von einer mehrfachen Wiederholung der 1. Choralzeile in doppeltem Tempo begleitet werden. Drei Oboen geben der Tenor-Arie eine ungewöhnliche Klangfarbe, während die Streicher dem folgenden Rezitativ Glanz verleihen. Die letzte Aria ist ein Duett, in dem „Armut“ und „Überfluss“ einander gegenübergestellt werden. „Menschlich Wesen“ erscheint in chromatisch aufsteigenden Linien, „Engelsherrlichkeiten“ in Koloraturen und Dreiklangsbrechungen.

Die Hörner spielen im Schlusschoral teilweise eigenständige Stimmen, vor allem im abschließenden Kyrieleis.

Bach schrieb die Kantate „Sie werden aus Saba alle kommen“, um am Epiphaniasfest (Erscheinung des Herrn) seine erste Weihnachtszeit in Leipzig festlich abzuschließen. Die vorgeschriebenen Lesungen waren Jes 60,1–6  und Mt 2,1–12, die Weisen aus dem Morgenland, die dem neugeborenen Jesus als Geschenke Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen. Der unbekannte Textdichter ist möglicherweise derselbe wie für die unmittelbar zuvor aufgeführten Weihnachtskantaten Darzu ist erschienen der Sohn Gottes und Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget. Er beginnt mit dem letzten Vers der Lesung, Jesajas Prophetie. Deren Erfüllung beschreibt, als zweiter Satz, die vierte Strophe des Chorals Ein Kind geborn zu Bethlehem (nach Puer natus in Bethlehem, 1543): Die Kön’ge aus Saba kamen dar. Das erste Rezitativ folgert, dass es Aufgabe jedes Christen ist, ebenfalls ein Geschenk zu bringen, nämlich sein eigenes Herz. Das wird Thema der folgenden Arie. Das zweite Rezitativ vergleicht den Glauben mit Gold, das Gebet mit Weihrauch und die Geduld mit Myrrhe, auch dies wird Thema der folgenden Arie. Der Schlusschoral ist die 10. Strophe von Paul Gerhardts Choral Ich hab in Gottes Herz und Sinn, den Bach später in der gleichnamigen Choralkantate BWV 92 bearbeitete.

Der Eingangschor schildert, wie „alle“, nicht nur die drei Weisen, sich sammeln und in Bewegung setzen, um anzubeten. Horn-Signale rufen und bleiben während des Satzes präsent. Kanonische und imitatorische Entwicklungen zeichnen das Anwachsen der Menge. Den Mittelteil bildet eine ausgedehnte Chorfuge, gerahmt von zwei Abschnitten, in denen die Singstimmen in eine Wiederholung der instrumentalen Einleitung eingebettet sind. John Eliot Gardiner bemerkte im Zusammenhang seiner Bach Cantata Pilgrimage, dass die Instrumentierung die Musik des Vorderen Orients nachahmt: Blockflöten in den hohen Lagen, die oft mit der Musik des Nahen Ostens verbunden wird, Oboen da caccia (in Tenorlage) für die schalmeiartigen Rohrblattinstrumente (Salamiya und Zurna). Der alte Choral, der über das Kommen der Könige aus Saba berichtet, ist vierstimmig gesetzt. Beide Rezitative sind secco, und die Arien haben kein da capo. Das erste Rezitativ endet als Arioso auf die Worte: „weil ich nichts Edlers bringen kann“. Diese Bescheidenheit kommt in der folgenden Arie durch die tiefe Lage der Oboen da caccia und die Bass-Stimme zum Ausdruck. Das Tenor-Rezitativ endet mit den Worten: „des größten Reichtums Überfluss mir dermaleinst im Himmel werden“. Um diesen Überfluss zu zeigen, wird die folgende Arie von sämtlichen Instrumenten begleitet, die sowohl konzertant als auch gemeinsam auftreten. Der Schlusschoral wird auf die Melodie von Was mein Gott will, das g’scheh allzeit gesungen, die Bach später häufig einsetzte, so in seiner gleichnamigen Choralkantate und als Satz 25 seiner Matthäus-Passion.

 

Die Ausführenden

 

Takako Oishi ist als Gesangs- und Klavierlehrerin an mehreren Musikschulen tätig. Geboren und aufgewachsen ist sie in Japan. Nach dem ersten Gesangsstudium an der Aichi Präfektur Universität der Künste und Musik in Japan kam Takako Oishi nach Deutschland, um sich mit der deutschen Sprache vertraut zu machen. Ihr zweites Studium an der Hochschule für Musik Detmold, Abt. Münster, schloss sie als Diplommusikpädagogin ab. Bereits während ihres Musikstudiums sammelte sie zahlreiche Konzerterfahrungen als Solistin, u. a. bei den Erbdrostenhofkonzerten in Münster, als Solistin mit dem Kammerchor Münster und bei einer konzertanten Aufführung der Oper "Hänsel und Gretel" (Gretel) von Engelbert Humperdinck mit dem Orchester "Collegium Musicum Instrumentale Münster". Zudem wirkte Takako Oishi als Solistin bei der CD-Produktion "TOD, wo ist dein SIEG?" und bei der Uraufführung des Requiems (2010) von Colin Mauby mit. Sie ist eine Förderpreisträgerin des Japanisch-Österreichischen Kulturvereins.

 

Rebecca Engel (Alt) studierte an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art Ltd. in London Schauspiel und schloss ihr Studium mit Auszeichnung ab. Neben Engagements an verschiedenen Theatern als Schauspielerin folgte 2007 die Gesangsausbildung bei Heide Blanke-Roeser. Meisterkurse bei Prof. Klesie Kelly und Neil Semer sorgten für weitere Impulse.

Der Abschluss ihrer Gesangsausbildung ging 2010 mit einem Fachwechsel zum Mezzosopran einher, ab 2011 folgten Konzerte im gesamten Ruhrgebiet.

 

Der Tenor Wilhelm Adam, geboren in Frankfurt am Main, begann zunächst mit einem Chemiestudium und nahm während dieser Zeit gelegentlich Gesangsunterricht bei dem Tenor Christian Elsner. Nach dem Studium wechselte er nach Hannover, wo er 1999 promovierte und gleichzeitig Gesang und Musiktheorie bei Frau Prof. Charlotte Lehmann und Herrn Prof. Dr. Ernst Huber-Contwig studierte. Meisterkurse bei Prof. Siegfried Jerusalem in Nürnberg, Prof. Kriztina Laki in Würzburg und Prof. Gemma Visser in Maastricht rundeten seine Ausbildung ab. Gastverpflichtungen führten ihn zuletzt an die Theater Freiberg und Hildesheim. Darüber hinaus ist der Sänger regelmäßig als Konzertsänger zu hören wie z. B. in M. Tippetts Requiem A Child of our time gemeinsam mit Solisten der nieder -sächsischen Staatsoper Hannover, als Hans neben Ensemblemitgliedern der Deutschen Oper Berlin in Smetanas "Die verkaufte Braut" in Begleitung der Kammerphilharmonie Königsberg, in Berlioz´ L´Enfance du Christ mit den Prager Philharmonikern oder als Evangelist in Bachs Weihnachtsoratorium und andere. Einen Schwerpunkt in seinem Konzertrepertoire bilden dabei vor allem die Partien des Evangelisten einschließlich der Arien in den großen Passionen Bachs (Johannespassion/Matthäuspassion), die er mit großem Erfolg in verschiedenen Konzerten singt.

Gerrit Miehlke – Bass wurde 1958 in Dortmund geboren. Im Hauptberuf ist er Lehrer für Mathematik und Musik am Goethe-Gymnasium in Dortmund. Sein zweites Wirkungsfeld ist die recht umfangreiche Konzerttätigkeit als gefragter Bassist.

In Dortmund bei Barbara Wendt, später bei Gertrud Dietrich-Maaß und schließlich in Köln bei Prof. Dietger Jacob erhielt er seine Gesangsausbildung.

Konzertreisen führten ihn u. a. nach Frankreich, Polen und Italien. Er wirkte als Solist bei CD-Produktionen des Kammerchors der Uni Dortmund sowie des Christlichen Sängerbundes mit. In seinem Repertoire sind alle bekannten Oratorien-, Kantaten- und Mess-Kompositionen vertreten.

 

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  • letzte Änderung am:Dienstag 11 Dezember 2018, 19:09:59.
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