The Art of the Corona Time

The Art of the Corona Time

The Art of the Corona Time

Samstag, 10. Mai 2025, 18:00 Uhr
Pauluskirche Hamm, Marktplatz 16, 59065 Hamm

„The Art of the Corona Time“

Das Projekt „The Art of The Corona Time“ ist eine Art des Denkmals für die Pandemie Zeit, die wir gerade vor kurzem hinter uns gelassen haben. Die Erinnerungen sind sehr frisch, ziemlich genau wissen wir inzwischen, was es bedeutet, wenn eine Seuche auf uns Menschen kommt. Aus der Perspektive der kurzen Zeit ist jedoch problematisch, dass diese Erfahrungen bis jetzt nicht bewusst aufgearbeitet werden.

In vielen Menschen stecken diese Erfahrungen als Trauma... Nicht alle haben diese Zeit ohne Beschwerden überbrücken können, manche wurden selbst von dieser Krankheit geplagt und mit schlimmen Nachwirkungen traumatisiert. Manche haben Freunde und Angehörige auf Grund der Erkrankung Covid-19 verloren...

Das Projekt soll eine Bühne für Gespräche schaffen. Außerdem soll eine Performance stattfinden, die mit verschiedener Kunst, Strukturen in Verbindung zwischen Musik, Wort, Malerei, Kunst und Tanz auf Basis von Aufarbeitung mit künstlerischen Mitteln arbeitet. Mit gut durchdachten Ideen, die ihren Ursprung in den Erlebnissen in Verbindung mit Corona finden, wirkt sie auf die Sinne des Publikums. Mit gut durchdachten Formen und mit guter Raumgestaltung, soll eine Räumlichkeit geschaffen werden, in der man sich wohlfühlt und wo das Aufnehmen von Kunst sehr angenehm werden kann. Die Menschen sollten sich von Anfang an dort gut und entspannt bewegen können, um nach der Aufführung noch zu gemeinsamen Gesprächen eingeladen werden zu können. Das Gespräch und die Nachwirkung der Gespräche, sollten den Charakter des philosophischen Begriffs „Katharsis“ haben.

Geschichte und Aufbau des Projektes

Die Planungen für das Programm begannen im Jahr 2021. Alle Elemente des Projektes haben sich in den drei Jahren weiterentwickelt und sind aus den Gesprächen entstanden, die manchmal sehr spontan, aufgenommen wurden.

Aktuell befindet sich die Entwicklung des Projektes in der Phase, in der mit bereits gut strukturiert und untereinander abgestimmten Ebenen, ausgereiften Ideen und in einem komplexen Team aus international angesehenen und erfahrenen Kunstschaffenden das Projekt bereit ist, auf einer Bühne präsentiert werden zu können.

„The Art of the Corona Time“

In der Zeit, in der wir mit vielen Naturkatastrophen, Wirtschaftskrisen, Kriegen und sozialen Problemen zu tun haben, bleibt nicht mehr viel Platz für die Aufarbeitung der alten Probleme, die unmittelbar hinter uns liegen und bis heute große Wunden hinterlassen haben. Viele von uns sind davon betroffen oder kennen auch Menschen, die durch Covid-19 Angehörige oder Freunde verloren haben. Es sind viele Existenzen durch wirtschaftliche Schwierigkeiten kaputtgegangen sind, oder haben sich gar ganz aufgelöst. Wir wurden wahrscheinlich mit der größten Isolationsphase in der Geschichte der Menschheit in den letzten drei Jahren konfrontiert...

Die Pandemie und Corona Zeit ist immer noch präsent, obwohl der Verlauf einer Erkrankung im Moment nicht mehr diese Bedeutung hat, wie vor 2-3 Jahren. Normalerweise werden solche Zeiten und Zeitabschnitte aufgearbeitet. Aber auf Grund der Vielfalt der aktuellen Probleme des Alltags, gibt es gar keinen Raum und Möglichkeiten dafür. Mit diesem Projekt erhoffen wir uns eine Art von „Katharsis“ in der Gesellschaft durchzuführen.

Das Kapitel „Pandemiezeit“ kann uns lehren, was das Leben bedeutet. Außerdem auch und wozu die Natur fähig ist und wo es hinführen kann, wenn wir nicht auf unsre Gesundheit aufpassen oder mit unseren natürlichen Ressourcen nicht schonend umgehen.

Das Projekt „The Art of the Corona Time“ entwickelt sich mit langsamen Schritten aber auch konsequent seit mehr 3,5 Jahren, d.h. seit dem Beginn der Pandemie.

Damals als das erste Stück „Empty Places“ von dem polnischen Komponisten Jacek Rabinski für Akkordeon Solo mich dazu bewegt hat, mir mehr Gedanken in diese Richtung zu machen folgten in kurzer Zeit sieben weitere Auftrags-Stücke, die basierend auf dem Thema der Corona-Pandemie geschrieben wurden. Schon damals wurden die ersten Kontakte geknüpft, um das Team für dieses Projekt gezielt aufzubauen. Heute besteht das Team aus einer Gruppe von acht Komponist_innen, 2 Schauspielern, einem Maler, eine Ballett-Tänzerin, Licht Künstler und einem Live Musiker, insgesamt 6 Menschen, die auf der Bühne die „Corona Kunst“ in verschiedenen Formen präsentieren werden.

Maike Günther - Ballett

Georgios Kauldakidis - Schauspiel

Richard Cox - Malerei

Martyna Korzeniewska - Oboe

Miroslaw Tybora - Akkordeon, Organisation und Künstlerische Leitung

Digitales Koproduktionslabor - Lichtinstalation

Tanja Hellweg - Asistenz 

MUSIK – besteht aus 8. Auftragsstücken, komponiert zwischen 01.04.2020 – 08.2.2021

KOMPONISTEN

1. Jacek Rabinski

„Empty Places“ – Lehre Straßen, lehre Konzertsäle, Theater Säle, Museums, Gelerien, Klubs, geschlossene Restaurants, beschränkte Möglichkeit der Bewegung, bedeckte mit Masken Gesichte... Das alles hat mich motiviert, gerade dieses Stück „Empty Places“ zu schreiben, das eine direkte Reaktion auf die Pandemie ist. In gewissen Sinnen ist diese Musik eine Art der musikalischen Reflexion von der aktuellen Situation, aber auch und vor allem meine Reaktion auf sie.. (25.11.20)

Jacek Ansgar Rabinski – 1956 in Warschau/Pl geboren, 1979-1983 Studium Gitarre an der Musikhochschule in Warschau. Seit 1985 lebt er in Berlin. 1985-1989 Studium der Komposition an der „Hochschule der Künste Berlin“ (UDK). Freiberuflicher Komponist, Gitarrist, Pianist und Musikpädagoge in Berlin. Rabinski hat seine eigene musikalische Sprache entwickelt, die er als Absolute Tonalität nennt.

2. Dr.Arne Sanders

„Musik als Erinnerung an Musik in einer Zeit des Aus- und Eingeschlossen seins: Nachklang, Echo, Widerhall. Das "Selbstgespräch" (Soliloque) mäandert assoziativ von Erinnerung zu Erinnerung; dabei tritt wie in einem Traum sonst Übersehenes/Überhörtes zu Tage, Floskeln, Zwischenspiele, Überleitungen: musikalisches Treibgut.

Dr. Arne Sanders – geb. 1975 in Leer, Studium im Fach Musikwissenschaft, Germanistik, Philosophie in Göttingen und Komposition in Düsseldorf und in Berlin. Composer in residence an der Cité des Arts (Paris), Centro Tedesco di Studi Veneziani (Vendedig), Stipendium der Stiftung Kultrur Fonds der Bundesrepublik Deutschland, 1. Preis bei Weimarer Frühjahrestage für Neue Musik. Seine Musik wurde u.a. bei Warschauer Herbst, Wien Modern, Schleswig – Holstein Musik Festival, Klangwerkstatt Berlin und Konzerthaus Berlin gespielt. Lehraufträge für Musiktheorie und Komposition u.a. an der Universität Oldenburg, der Musikhochschule Rostock und der University of Leeds (UK).

3. Dr. Barbara Kaszuba

„Die Komposition „Vidoc 19“ für Akkordeon Solo ist im Jahr 2020/2021 mit der Initiative von Miroslaw Tybora im Rahmen „Corona Programm für Akkordeon Solo“ entstanden. Die Zeit der Pandemie regeneriert die ständige Unruhe, Stress, Spannungen, in denen wir seit 12 Monaten leben. Die Pandemie dauert an und liefert ständig neue dramatische Zahlen.

Covid 19 ist für die ganze Menschheit eine aktuelle und große Herausforderung, die für viele komplexe Probleme sorgt. Der Titel der Komposition „Vidoc 19“ wurde von dem Virus abgeleitet und symbolisiert die schreckliche Perspektiven und Besorgnisse der Menschheit. Die verzweifelten Gefühle, haben ihren Ausdruck in diesem Stück gefunden und werden mit verschiedenen Musikmitteln dargestellt – durch Zeit, Faktur, Dynamik. (08.02.21)


Dr. Barbara Kaszuba – geb.1983 in Posen/Pl, Studium der Komposition und Geige an der Musikhochschule in Posen, Bydgoszcz und Dresden. Im Jahr 2013 Doktorarbeit, im Jahr 2019 Habilitation. Seit 2007 Dozentin an der Musikhochschule in Posen, mehrere Stipendien und Preisen. U.a. UNESCO USA 2027, Medaille der Jungen Kunst (2010), „Ibla“ in New York, ZKP Warschau, PWM Krakau.

4. Erik Janson

In The Project, several composers dealed with their feelings in the horrible time of "Lockdowns" in 2020 and 2021... Hope that we never again will make such negative experiences of cultural silence. (21.09.2023)

Erik Janson – geb. 1967 in Neuss, Studium Pädagogik, Schulmusik und Germanistik an Universität Dortmund. Privates Studium bei Michael Denhoff und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Isabel Mundty und Jörg Birkenkötter – Diplom mit Auszeichnung 2004. Stipendium der Frankfurter Künstlerhilfe (Gründung des Lions Club), des Deutschen Musikrates, Teilnahme bei Weltmusiktagen Hong Kong und Boris Blacher Preises. UA u,a. bei Berliner Philharmoniker, mit dem Minguet Quartett, Emex-Ensemble, Salome Kammer und Ensemble Modern. 1.Preis bei 5.Int.Orgerl Kompositionswettbewerb bei Saarlouiser Orgeltage, 3.Preis bei Int. Kammermusik Kompositionswettbewerb der Weimarer Frühjahrstage, 1.Preis beim den ersten Kompositionswettbewerb Musikbiennale Zepernick.

5. Leszek Kolodziejski

„Die Realität zu diesem Zeitpunkt hat sich für mich aus der Perspektive des Musikers, des Pädagogen und auch in Bezug auf meine Kinder blitzschnell geändert. Aus dem schnellen Lauf und Alltagsrhythmus sind wir in einer anderen Welt gelandet. Die Zeit im Inneren wurde angehalten, das Leben ist für diese Zeit angehalten worden und die Umgebung hat für kurze Zeit so ausgesehen, als ob ein langer Vormittag an einem Sonntag sein würde… Die Straßen sind leer, die Geschäfte geschlossen, alle Menschen sind in ihren Häusern eingeschlossen und in der Luft hängt eine Art der Unsicherheit, ein ungeheures Ereignis...

Solche Gedanken sind in dem Stück festgehalten worden. In dem ersten Teil hören wir Rhythmus und Puls, die Energie und Kraft tragen. Das ist die Zeit DAVOR. Das ist das volle Leben, vor der Pandemie. Das Motiv basiert auf den Tönen: A-D-E-A-C-D: pAnDEmiA CoviD.“ (29.11.20)

Leszek Kolodziejski – geb.1981, Akkordeonist, Arrangeur, Studiomusiker, Musikhochschule in Lodz Diplom (2005). Preisträger : Arrasate-Mondragon, Castelfidardo, Kopenhagen, Klingenthal, Poprad, Pula, Danzig, Krakau. Stipendien, u.a. Stipendium des Ministeriums Kultur und Kulturerbe „Junge Polen“ (2009) und Stipendium der Kunst Ministeriums (1997, 1999, 2003, 2005). Teilnahme an Festivals in Rom, Moskau, Film Musikfestival in Lodz. Zusammenarbeit mit Theatern und Tonstudios.

6. Bernfried E.G. Pröve

"Der Atem der Verletzten Zeit" Ist in den Monaten Mai-Juni 2020 entstanden. Der plötzliche Stillstand im "aussen" erzeugte in mir als Komponist einen Sog ins Innere, viel tiefer als mir sonst möglich war. Der Sog ins Innere bedeutete auch auf die Empfindungen die die ungewohnte Stille um mich herum erzeugte, zu lauschen. "Der Atem der Verletzten Zeit" ist eine Art kontemplative Inneneinkehr, eine Möglichkeit ganz und gar bei "sich selbst" angekommen zu sein.Das sensibilisierte Sensorik sorgte auch für viel tiefere Emotionen, als ich sie sonst wahrnahm und die Möglichkeit in die Zeit und ihre "Verletzlichkeit" zu lauschen...

Bernfried E.G. Pröve – geb. 1963 in Braunschweig. Studium der Schulmusik, Orgel und Komposition an der UDK Berlin, an der Staatlichen Hochschule für Musik Freiburg bei Klaus Huber, Peter Förtig, Brian Ferneyhough, Mesias Maiguasca (Elektronische Musik), Zsigmond Szathmary (Orgel) und Francis Travis (Dirigieren), bei „Cursus de composition et d´informatique musicale“ und „Ecole des Hautes Études en siences sociales“ als Doktorand.

Stipendium für die Villa Massimo in Rom (1994).

Auftragskompositionen bei der Musikreihe Ars Nova, dem SWR Stuttgart, Staatsoper Hamburg, der Biennale Neue Musik Hannover, Musikfestival Metz, Jeaner Philharmonie und dem Staatstheater Braunschweig. Preis bei Kazimierz Serocki Kompositionswettbewerb, Carl Orff, und den Grand Prix Jeunesses Musicales Belgrad, sowie 1.Preis bei der Landeshauptstadt Stuttgart.

März 2007 Dozent für Komposition an Musikkonservatorium Peking. Stipendium der Kunststifftung Baden-Württemberg.

7. Peter Köszeghy

Peter Köszeghy – geb. 1971 in Balassagyarmat / Ungarn, seit 1992 in Deutschland. 1993 Studium Querflöte an der Franz Liszt Musikakademie in Györ/U, dann Komposition an Hanns Eisler Hochschule in Berlin und bei H.Zender an der Musikhochschule in Frankfurt Main. Danach arbeitet er freischaffend als Komponist und Pädagoge.

Teilnahme bei 4.Nachwuchsforum der GNM und Ensemble Modern Frankfurt am Main, 1.Forum „Int.jeunnes compositerus“vom CDMC, Paris zu „Musik unserer Zeit“, Münster mit Portraitkonzert und Gesprächen, war „Composer in Residence“ in Köln bei der Kunsttation St.Peter.

Stipendium der Sektion Musik der Akademie der Künste Berlin, des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf und am Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop. Komposition Aufträge vom Berliner Senat, der Langen Nacht der Elektronischen Klänge der AdK Berlin, Kammersensemble Neue Musik Berlin, Deutschlandfunk, Ensemble EAR, Budapest, Tonhalle Düsseldorf, Ernst von Siemens Musikstiftung.

Heute tätig an der Musikschule Reinickendorf Berlin. 2018 Gründung des Ensembles HDES für Aktuelle Musik, Berlin, so auch des Festivals „Aktuelle Musik“, Berlin.

8. Marek Czerniewicz

Meine Akkordeonkomposition Cold Drops ist der Versuch einer klanglichen Darstellung dieses Organismus, eines Virus sui generi, eines "seelenlosen" Wesens, bei dem umstritten ist, ob es überhaupt zur belebten Materie gehört. Wir nehmen diese Kreatur als etwas höchst Gefährliches, Unangenehmes, auf seine Art Unberechenbares wahr, das mutiert, sich vermehrt und in der Lage ist, seine DNA mit der menschlichen DNA zu kombinieren.

Marek Czerniewicz – geb.1974 in Orneta/Polen. Studium und Diplom mit Auszeichnung an der Musikhochschule in Danzig/Pl. Zusammenarbeit mit Orchestern, Kammermusiker, Chören, Theatern, wie André Hübner Ochodlo und Capella Gedanensis, Meeres Chor der Meeres Akademie in Stettin, Stadttheater „Wybrzeze“ in Dantig, Atom String Quartett und Blasquintett „Hevelius Braas“.

Preise bei : Stipendium Londoner Organisation „ European Association for Jewish Culture, Stipendium „Marszalek Wojewodztwa Pomorskiego“, des Ministeriums der Vereidigung, Ehrenpreis der Gesellschaft der Danziger Kunst Freunden und für polnische Kunst des Bundesministeriums.

Seine Film Musik hatte u.a Auszeichnung bei dem Filmfestival in Cannes erhalten. Seit 2002 ist er als Dozent an der Musikhochschule in Danzig und an der Pommern Universität in Slupsk/Pl tätig.

BALLETT UND SCHAUSPIEL – vom Anfang an zwei Schauspieler : Matthias Hecht und Georgios Kauldakidis sind bei diesem Projekt dabei gewesen und haben einen starken Anteil bei der Entwicklung dieses Projekt beigefügt.

Die Ballett Tänzerin Maike Günther ist im Sommer 2023 dazu gekommen. Der Kontakt war insofern spontan, dass der Hintergrund dieser Begegnung nichts mit diesem Projekt hatte.

1. Matthias Hecht – Corona Text

„Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass mir diese vehemente Erfahrung jemals so weit weg erscheinen würde“

Matthias Hecht – geb. in Bielefeld, Schauspieler, Regisseur und Musiker, seit 30 Jahren ist er freiberuflicher Künstler.

Produktionen bei „Prinz Regent Theater“, „Rottstr. 5 Theater“, „Zeitmaultheater“ und am „Theaterhaus G7“ in Mannheim, so auch bei der Dortmunder Künstlervereinigung „Artscenico“.

Als Musiker, Gitarrist und Sänger spielt er bei der Band CHILEK. Für seinen Podcast „Die gute Minute“ erhielt er mehrere Titeln : „Podcast des Monats Juli“ – Süddeutsche Zeitung, Interview in der Sendung „Kultur am Mittag“ des WDR3, 3.Preis beim Wettbewerb „Podcast des Jahres 2020“ – Schule des Sprechens Wien.

In einer Kritik – Umfrage der „Welt am Sonntag“ wurde er von dem Theaterkritiker Stefan Keim als „Schauspieler des Jahres“ der Spielzeit 22/23 in NRW genannt.

2. Georgios Kouldakidis (Kormoanos) – Lesung in der Altgriechische Sprache „Paulusbriefe aus dem Neuen Testament“ / Schauspiel

„...Ich glaube, dass die Hoffnung zuletzt stirbt und uns zu Visionären werden lassen kann. Kunst und Gesellschaft sollen in Verbindung miteinander bleiben, um Projekte zu bauen – besonders dann, wenn wir Einsamkeitsgefühle und schwierige Situationen erleben haben. Es freut mich sehr, wenn es stattfinden kann. ...“

Georgios Kouldakidis (Kormanos) - Schauspieler, ist in Thessaloniki /Griechenland geboren. Er hat Theater und Theaterwissenschaft in Athen studiert. Als Sozialkünstler hat er JobAct Projekte in Witten und Dortmund unterstützt. Er wohnt in Hagen.

3. Maike Günther – Ballett Tanz

„...Es sind zwei Gefühlsebenen, die ich mit der Corona Zeit verbinde: sie bewegen sich zwischen Täuschung und Enttäuschung...“

Maike Günther - aufgewachsen in Berlin, begann Maike Günther im Alter von 10 Jahren das Studium zur klassischen Balletttänzerin an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Ihr erstes Engagement führte sie 1981 an die Deutsche Staatsoper Berlin, wo sie alle großen Werke des klassischen Ballettrepertoires tanzte. Noch zu DDR Zeiten siedelte M.G. nach Westdeutschland über und fand hier zunächst in der Ballettcompagnie des Opernhauses Bonn ihr erstes Engagement, es folgten das Aalto Ballett Essen, sowie das Ballett Dortmund. M.G. arbeitete mit weltbekannten Choreographen zusammen u.a. Hans van Manen, Toer van Schayk, Robert North, Glen Tetley, Tom Schilling, Youri Vamos, Conrad Drzewiecki, Xin Peng Wang, sowie mit den Regisseuren Dietrich Hilsdorf u. Ruth Berghaus. Gastspielreisen führten sie an das Bolshoi Theater in Moskau, die Ungarische Staatsoper in Budapest, das Theater Wielki in Warschau, nach Wien und Zürich, nach Italien, Griechenland, Taiwan bis hin nach Australien. M.G. ist nebenberuflich als Ballett-Pädagogin an verschiedenen privaten Ballettschulen tätig.

LICHTINSTALATION

Digitales Koproduktionslabor Dortmund – da seit dem letzten Donnerstag bin ich im Kontakt, nächste Woche sollte eine Antwort kommen, ob diese Abteilung sich mitbeteiligen wird.

https://www.koproduktionslabor...

MALEREI

Richard A. Cox –

„Der „pandemic lockdown“ mit wenig Menschenkontakt, Absage von Ausstellungen etc. war eine existentielle Herausforderung. Eine Periode der Stille und Ruhe und für mich eine Zeit der Reflexion und eine Gelegenheit für die Arbeit und kreative Entfaltung. Als selbständiger Künstler ist die Arbeit im Atelier immer Heimarbeit.

Wir waren konfrontiert mit den allgegenwärtigen visuellen Stimuli von einer mikroskopischen Darstellung des Covid-Virus, ein etwas putzige grafische Form wie ein Quietsch-Ball aus dem Fitness-Studio. Wahrscheinlich etwas harmlos gestaltet, um Hysterie und Schrecken in der Bevölkerung zu minimieren.

Ich habe meine eigene künstlerische Formensprache angewandt, um das Thema zu verarbeiten und vielleicht um die brenzlige Situation der Pandemie für einen selber abzuarbeiten.“

1950 in Holmfirth/Nordengland geboren, lebt und arbeitet seit 1972 in Soest,

Studium der Malerei, Bildhauerei und Freien Grafik

1968 bis 1969 Batley School of Art

1969 bis 1972 Leicester Polytechnik, Department of Fine Art

1972 Diploma in Art und Design, Bildhauerei

1973 bis 1978 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Klasse Freie Grafik

1976 Stipendium der Aldegrever-Gesellschaft, Münster

1978 Meisterschüler bei Prof. Rolf Sackenheim an der Kunstakademie Düsseldorf

1982 bis 1986 Lehrauftrag für Radierung an der Fachhochschule für Design, Dortmund

1995 bis 2000 Lehrauftrag für “Experimentelle Druckgrafik“ an der Universität Dortmund

1996 Wiederaufnahme der bildhauerischen Tätigkeit und Teilnahme an mehreren Skulpturenprojekten

und Wettbewerben Kunst im öffentlichen Raum

2014 bis 2017 Dozent für Gestaltung an der Meisterklasse der Dombauhütte Soest

Seit 1977 sind zahlreiche druckgrafische Editionen und Jahresgaben entstanden sowie Kunstwerke am und im öffentlichen Raum. Arbeiten sind in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Mitgliedschaft in folgenden Vereinigungen: BBK-NRW (1979), VG Bildkunst, Westfälischen Künstlerbund Dortmund, Kreiskunstverein Beckum-Warendorf (1980), Kunstverein Kreis Soest Seit 1975 zahlreiche Ausstellungen in Europa (K) Katalog (E) Einzelausstellung Richard A. Cox Maler, Grafiker und Bildhauer

Atelieradresse: Hammer Weg 19, 59494 Soest

Telefon: 02921-16531 E-Mail: mail@richardcox.de Homepage: www.richardcox.de

MUSIK

Martyna Korzeniewska – Oboe

„Ich bin Oboistin nicht nur von Beruf, sondern vor allem aus Leidenschaft. Die Coronapandemie hat dazu beigetragen, dass mein Leben ein anderes Tempo angenommen hat und ich dort gelandet bin, wo ich jetzt bin. Im Alltag unterrichte ich an einer Waldorfschule und kann mir keinen Morgen ohne Kaffee vorstellen.“

Martyna Korzeniewska – geb. in Bytom/Pl, Musikschule und erster Klavier und Oboe Unterricht in der Heimatstadt Bytom, Bereits in den jungen Jahren mehrere Auszeichnungen und erste Preise bei verschiedenen national und internationalen Wettbewerben, u.a. in Breslau, Bromberg, Bialystok, Kattowitz, Luxemburg, Serbien, Tschechien und Italien. Masterstudium im Bereich Instrumentalmusik, sowie Bachelor im Bereich alte Musik. Viel Erfahrung im Bereich Orchesterprojekte und Kammermusik, mit zahlreichen Konzerten in Polen, Österreich und in Deutschland.

Miroslaw Tybora – Akkordeon

„Die Pandemie Zeit hat mich gezwungen viel freier und viel abstrakter zu denken. Ich habe viel mehr gelernt die Gesellschaft zu beobachten und mich selber zu fragen, was ist in einer Notlage notwendig, um zu überleben. Meine Antwort auf dieser Frage war, selbst da wo es scheint ein Stillstand zu sein, nicht passiv, gar nicht gleichgültig zu leben. Es war eine lehrreiche Zeit, die wir nicht vergessen sollten. Nicht nur deswegen, weil sie uns viele Schaden eingerichtet hat...“

Miroslaw Tybora – geb. 1974 in Schlochau/Pl, erster Akkordeon Unterricht in der Heimatstadt bei Musikkreis, dann Musik Lyzeum in Koszalin, im Anschluss Studium an der Musikhochschule in Danzig und an Folkwang Hochschule Essen, Abt. Duisburg, Hochschule für Musik Detmold, Abt. Dortmund bei Prof.Krzysztof Olczak, Prof.Elzbieta Rosinska und Prof.Mie Miki-Schenck.

Teilnahme an div. Festival „Sata Hame Soi“ in Ikaalinen/Finland, Akk.Festival in Wien, Torres-Vedras, Suleczyno/Pl, und dem „Terem Crossover“ Wettbewerb in St.Petersburg mit dem Uwaga! Quartett – SoderPreis, „Creole Wettbewerb NRW“ – 1.Preis. Zusammenarbeit als Solist mit „Concerto Dortmund“ und mit UFU Univeristät Orchester Uberlandia/Br.

Er gibt Kurse und seit 5. Jahren organisiert „Winterberger Akkordeon Sommerkurs“ – seit 2022 Zusammenarbeit mit der Stadt Winterberg, darauf folgten Konzert u.a mit Lydie Auvray.

Zusammenarbeit mit Stadttheater „Wybrzeze“ in Danzig und dem Landes Theater Neuss, so auch Städtischen Bühnen Osnabrück. Er arbeitete zusammen u.a. mit „Wildes Holz“, Jean-Claude Séférian und Prof.Susanne Ehrhardt und Harald Köster Quartett.

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