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Georg Friedrich Händel: DER MESSIAS

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Samstag, 23. Dezember 2017 18:00 - 20:00
von  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Aufrufe : 504

Takako Oishi-Ackermann - Sopran; Annika van Dyk - Alt; Nils Giebelhausen - Tenor; Peter Lutz - Bass, Instrumentalsolisten, Westfalen-Quartett, Pauluskantorei, Leitung: Heiko Ittig · Eintritt: AK 20,-- €; VVK 18,-- / 15,-- / 12,--

Der Messias ist nicht nur Händels bekanntestes Werk - er gilt als das Urbild des Oratoriums schlechthin. Das ist umso verwunderlicher, als Der Messias für Händels Schaffen etwa so untypisch ist wie das Requiem im Werk Giuseppe Verdis. Seine Berühmtheit verdankt es weniger der musikalischen Qualität als vielmehr seiner besonderen Rezeptionsgeschichte. Seit 1750 in nahezu ununterbrochener Folge alljährlich in der Kapelle des Foundling Hospital in London aufgeführt, trug Der Messias zunächst dazu bei, das Oratorium nach einer hundertfünfzigjährigen Aufführungsgeschichte in Betsälen, Privaträumen, Theatern oder öffentlichen Konzertsälen nun in der Kirche zu etablieren. Es wird in der Pauluskirche Hamm erklingen am Samstag, den 23.12.2017, um 18 Uhr durch die Pauluskantorei, namhafte Solisten und Instrumentalisten.

Die Londoner Aufführung zum Händelfest im Jahre 1784 in der Westminster Abbey, an der Musikliebhaber aus ganz England im Chor und im Orchester mitwirkten, ebnete später dann den Weg für jene Tradition, aus der das Oratorium noch heute schöpft: als musikalischer Bezugspunkt aller Laienchöre, deren Aufführungskalender sich seit ihrer Begründung im späten 18. Jahrhundert um den Messias oder ein anderes Oratorium Händels gruppiert.

Dabei hatte es Der Messias, bei seiner Uraufführung in Dublin noch als »Grand Musical Entertainment«, später in Londoner Konzertsälen als »Sacred Oratorio« angekündigt, zunächst nicht leicht, sich gegen die Widerstände aus kirchennahen Kreisen zu behaupten. Das Publikum tat sich schwer mit der Einordnung des Werkes, dessen Text der Bibel entnommen und doch in einer Weise zusammengestellt war, die jede gottesdienstliche Verwendung ausschloss.

In dieser ausgewogenen Vielfalt liegt andererseits der Schlüssel zu dem epochalen Erfolg gerade dieses Oratoriums, das es am Anfang so schwer hatte, eine künstlerische Heimat zu finden, heute aber zu jenen Werken gehört, deren Melodien man überall - in der Kirche, im Konzertsaal, bei Militärparaden, in der Fernsehwerbung, im Supermarkt - begegnen kann: Indem es selbst nirgendwo definitiv angesiedelt war, empfahl es sich für Verwendungen jeglicher Art.

Die Ausführenden sind:

Takako Oishi-Ackermann (Hamm) – Sopran

Annika van Dyk (Hamm) – Alt

Nils Giebelhausen (Münster) – Tenor

Peter Lutz (Mülheim/Ruhr) – Bass

Ralf Schmuck und Jörg Weber – Trompeten

Mirko Adden – Pauken

Dayong Zhang und Claudia Lahaye – Oboen

Westfalen-Quartett: Britta Kailuweit und Daniela Mickail – Violinen; Thorsten Jaschkowitz – Viola; Jiwon Na – Violoncello Jan Blikslager – Kontrabass; Larissa Neufeld - Orgel Heiko Ittig – Dirigent

Der Kartenvorverkauf findet bei den bekannten Stellen statt:

- Ticket Shop Westfälischer Anzeiger Widumstraße

- "insel" Willy-Brandt-Platz

- Ticket Corner Oststraße

Künstlerbiografien:

Takako Oishi ist als Gesangs- und Klavierlehrerin an mehreren Musikschulen tätig. Geboren und aufgewachsen ist sie in Japan. Nach dem ersten Gesangsstudium an der Aichi Präfektur Universität der Künste und Musik in Japan kam Takako Oishi nach Deutschland, um sich mit der deutschen Sprache vertraut zu machen. Ihr zweites Studium an der Hochschule für Musik Detmold, Abt. Münster, schloss sie als Diplommusikpädagogin ab. Bereits während ihres Musikstudiums sammelte sie zahlreiche Konzerterfahrungen als Solistin, u. a. bei den Erbdrostenhofkonzerten in Münster, als Solistin mit dem Kammerchor Münster und bei einer konzertanten Aufführung der Oper "Hänsel und Gretel" (Gretel) von Engelbert Humperdinck mit dem Orchester "Collegium Musicum Instrumentale Münster". Zudem wirkte Takako Oishi als Solistin bei der CD-Produktion "TOD, wo ist dein SIEG?" und bei der Uraufführung des Requiems (2010) von Colin Mauby mit. Sie ist eine Förderpreisträgerin des Japanisch-Österreichischen Kulturvereins.

Die Mezzosopranistin Annika van Dyk, geboren in Essen, aufgewachsen in Esslingen am Neckar, erhielt ihren ersten Gesangsunterricht bei Frau Gisela Koban in Stuttgart.

Im Jahre 2000 nahm sie ihr Gesangsstudium an der Folkwang Hochschule in Essen bei Frau Kammersängerin Prof. Czilla Zentai auf. 2003 wechselte sie an die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt in die Klasse von Frau Prof. Hedwig Fassbender, wo sie Anfang 2008 ihr Diplom ablegte.

Während ihres Studiums wirkte sie in verschiedenen Opernproduktionen der Hochschule mit. Im März 2007 gewann Annika van Dyk den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb der Schlossoper Haldenstein in der Schweiz.

Nils Giebelhausen (Tenor)

studierte Gesang bei Ulrike Meyer-Krahmer (Münster), Hanno Blaschke (München), Anna Maria Castiglioni (Mailand) und Wilfried Jochens (Hamburg). Meisterkurse bei Barbara Schlick ergänzten seine Ausbildung.

Bereits als Zwanzigjähriger wurde er Preisträger beim Gesangswettbewerb des Deutschen Tonkünstlerverbandes.

1998 gab er in Rimini sein Operndebüt in A. Draghis Barockoper „La patienza di Socrate con due mogli" unter Leitung von Alan Curtis. Im Frühjahr 2000 wirkte er dann an der Bayerischen Staatsoper in München in C. Monteverdis „Orfeo" als Pastore mit. 2004 sang er bei den Tagen alter Musik in Bamberg den „Blifil" in F.-A. Philidors Oper „Tom Jones".

Auch als Oratorientenor ist er in ganz Deutschland zu hören, sein besonderes Interesse gilt dabei Bachs Oratorien und Passionen. Konzertreisen führten ihn bisher nach Italien, Frankreich, Spanien, Dänemark, Belgien, Österreich, Nie-derlande, Ungarn, Kanada und Japan.

Außerdem singt er auf dem Gebiet der „Alten Musik" regelmäßig in En-sembles wie dem Balthasar-Neumann-Chor, Trinity Baroque, Musica fiata, Himlische Cantorey, dem Johann-Rosenmüller-Ensemble, Chapelle Rhenane sowie dem Orlando di Lasso-Ensemble und arbeitet mit Dirigenten wie Tho-mas Hengelbrock, Frieder Bernius und Peter Neumann zusammen, die ihn zu zahlreichen CD- und Rundfunkaufnahmen eingeladen haben.

Peter Lutz (Bass)

geboren in Oberhausen, studierte Mathematik und Schulmusik in Paderborn. Nebenher begann er eine Gesangsausbildung bei Gisela Gründler (Kassel) und konzertierte als Oratoriensänger im Ruhrgebiet und in Ostwestfalen. Ein Meisterkurs bei Jacob Stämpfli (Stuttgart) ergänzte seine Ausbildung. Nach seinem Referendariat widmete er sich zunächst fast ausschließlich der Arbeit als Gymnasiallehrer. Daneben sang er in kleineren Gesangsensembles und Chören, die er z.T. auch leitete. Seit Beginn der 2000er Jahre setzte er seine Gesangsausbildung bei Detlev Zywietz fort und nahm auch seine Konzerttä-tigkeit wieder auf, zunächst bei Chorwerk Ruhr, dem er fast ein Jahrzehnt verbunden blieb, später aber auch als Solist. Zu seinem Repertoire gehören neben Werken der Oratorien-Literatur vom Frühbarock bis zur Neuzeit auch zahlreiche Lieder und Opern-Arien, die er auf Lieder-Abenden präsentiert. Er arbeitete mit Ensembles wie Capella Coloniensis, der Deutschen Kammer-philharmonie Bremen oder den Bochumer Symphonikern und mit namhaften Dirigenten wie Bruno Weil, Frieder Bernius oder Reinhard Goebel zusammen. Sein Wirkungskreis stellt hauptsächlich die Metropol-Region Ruhr dar, Konzertreisen führten ihn aber auch in andere Bundesländer oder ins Ausland, z.B. nach Kanada oder Paris.

 

Ort : Pauluskirche Hamm, Marktplatz 16, 59065 Hamm

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  • Letzte Bearbeitung: Sonntag 03 Dezember 2017, 21:33:47.

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