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Sinfonisches Bläserkonzert

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Samstag, 2. September 2017 18:00 - 19:30
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Werke von Gabrieli bis Monteverdi
Konzert mit Banda d'ottoni

Claudio Monteverdi, Giovanni Gabrieli, Giovanni Picchi und ihre Musik in Venedig

Das Projekt „ Mäander" verfolgt schon seit Jahren die Aufführung von  Musik in ihren verschiedensten Formen von der Kammermusik über sinfonische Programme bis zu Musiktheater-Projekten. Ganz im Sinne des Namens, der eine langsame aber stetige Veränderung mit der Muße des Zurückblickens ermöglicht, steht zur Zeit Instrumentalmusik der Spätrenaissance  und des Frühbarocks im Vordergrund und zwar in Bearbeitungen für ein ungewöhnlich besetztes Bläserensemble: „Mäander- Banda d'Ottoni" In der Besetzung mit 2 Sopransaxophonen,  2 Kornetts und 4 Posaunen hören sie Musik von Claudio Monterverdi, Giovanni Gabrieli , Giovanni Picchi u.a. Mit den Sopransaxophonen, den weicheren Kornetts und den 4 Posaunen erreichen wir eine Klanglichkeit, die neben der Aufführung mit historischen Instrumenten, für die Musik dieser Epoche sehr geeignet ist.

Ilona Haberkamp, Thomas Haberkamp : Sopransaxophon, Ralf Schmuck, Thomas Stählker : Kornett, Gerd Schnackenberg, Christoph Leo, Alexander Brungert und Peter Sommer : Posaune und Projektleitung, Moderation : Imke Schnackenberg

Die Musiker kommen aus der Region: Ruhrgebiet –Münsterland –Ostwestfalen, mit Erfahrungen und Aktivitäten in den verschiedensten Musikbereichen. Projektleitung: Peter Sommer

„Venezianische Mehrchörigkeit - Venezianische Schule"

Wie man von der „venezianischen Malerschule" der Früh- und Hochrenaissance

eines Gentile-und Giovanni Bellini, über Giorgione und Tizian bis zu Tintoretto

spricht, so hat sich auch der Begriff von der „venezianischen Schule der Musik" mit

der Entwicklung zur venezianischen Mehrchörigkeit  eingebürgert, die mit der

Anstellung des flämischen Komponisten Adrian Willaert im Jahr 1527 als

„ maestro di capella" an der Basilika von San Marco beginnt. In seiner Nachfolge

sind Andrea Gabrieli , sein Neffe Giovanni Gabrieli und Claudio Monteverdi als die

herausragenden Komponisten dieser ca. hundertjährigen Epoche zu nennen, die

durch stetige kompositorische  Weiterentwicklung und  den sich immer wandelnden

Musikgeschmack und Musikbedarf hin zu mehr opernhaften Werken ausklingt, und

schon in Claudio Monteverdis späten Madrigalbüchern zu hören ist. Neben

Malern und Musikern dieser Epoche sind Jacopo Sansovino und Andrea Palladio

als Architekten zu nennen, die musikalisch-akustische Proportionsprinzipien in ihre

Bauwerke einfließen ließen. Die Kirche „ San Francesco della Vigna" wurde von

Sansovino noch ohne Einbeziehung der Terz- und Sextproportion erstellt, da diese

Intervalle noch nicht als „ Konsonanzen" anerkannt waren. Die Kirche „Il Redentore"

nach Palladio geht diesen Schritt weiter, der durch die Schriften des Komponisten

und Musiktheoretikers Gioseffo Zarlino bestätigt ist.

Musik im Raum: 2 zeitgenössische Berichte :  Über eine Musik in der Basilika San

Marco berichtet Jacopo Sansovino anlässlich des japanischen

Staatsbesuchs im Jahr 1585: „Die  Kirche von San Marco war so voller Menschen,

dass man keinen Schritt gehen konnte, und eine neue Bühne wurde für die Sänger

errichtet, noch hinzu kam eine tragbare Orgel, und zwar zusätzlich zu den 2

berühmten der Kirche; und die anderen Instrumente machten die schönste Musik

an welcher die besten Musiker, die man in der Gegend finden konnte, teilnahmen.

Die erlauchtigste Signoria kam, allerdings ohne den erlauchtigsten Fürsten, der wegen

seines hohen Alters in seinem Palast blieb; dann kamen die japanischen Herren und

so begann die Messe, gesungen von 4 Chören mit solcher Feierlichkeit, wie man sie

sich nur vorstellen kann.

2. Konzert in der Kirche „Il Redentore" von dem Franzosen Duval im Jahr 1607.

„Man veranstaltete hier ein Konzert mit den besten Musikern die es gab, sowohl für

die Vokalmusik wie für Instrumente; und zwar waren es hauptsächlich 6 kleine

Orgeln außer dem in der Kirche sehr guten Instrument; und Trombonen und

Posaunen, Piffari, Violen,Violinen,Lauten,Zinken,Blockflöten und Flageoletten.

Ihr harmonisches Spiel und ihre Musik haben einen vollen Klang und sie singen

gut auf ihre Art, an der man nicht so gleich Geschmack finden kann, und die man

nicht recht genießen kann und sie anders findet, als wir es (in Frankreich)

gewohnt sind.

Ort : Pauluskirche Hamm, Marktplatz 16, 59065 Hamm

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