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11. Hammer Kulturnacht 08.05.2015

Mittlerweile zum elften Mal öffnen die städtischen Kulturinstitute und ihre Partner am 8. Mai ihre Türen und laden dazu ein, Hamms Innenstadt zu abendlicher Stunde zu besuchen – und dabei spannende Kulturangebote zu erleben.

Wie in jedem Jahr setzt die Kulturnacht auf Vielseitigkeit und spricht alle Alters- und Interessengruppen an. Das Programm ist randvoll mit verschiedensten Angeboten im Bereich Theater, Musik und Film, ein besonderer Fokus liegt auf der bildenden Kunst: mehr als 20 Künstlerinnen und Künstler gewähren Einblicke in ihr Schaffen.

In diesem Jahr gedenken wir des 70. Jahrestags des Kriegsendes, fast zugleich wurde Dietrich Bonhoeffer durch die NS-Schergen hingerichtet.
Für uns als evangelische Kirche ist und bleibt dieses ein Vermächtnis, gemäß dem Zeugnis der Heiligen Schrift für Frieden und Versöhnung einzutreten.
Im Evangelischen Kirchenkreis Hamm nehmen wir es zum Anlass, in einem Chorprojekt an dem sich Chöre aus Ahlen, Bönen und Hamm zusammenschließen, Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy und anderen aufzuführen, die sich diesem Thema widmen. Dieses beginnt um 20 Uhr in der Pauluskirche Hamm. Ergänzend gibt es dort um 21 Uhr ein Kantatenkonzert und um 22 Uhr ein Orgelkonzert mit Lesungen

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Leitung
Kantor Heiko Ittig (Hamm)
Kantorin Larissa Neufeld (Ahlen)
Kantor Jens-Reinhard Wagenblaß (Bönen)
Assistenz: Britta Kailuweit (Orchester)

Rezitation: Pfarrerin Astrid Taudien

21 Uhr Kantatenkonzert mit der Kantate "Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust" BWV 170 von Johann Sebastian Bach mit Rebecca Engel (Alt), Johann Ament (Querflöte), Claudia Lahaye (Oboe d'amore), Larissa Neufeld - Orgel; dem Paulusensemble Hamm, Konzertmeisterin Britta Kailuweit unter Leitung von Pauluskantor Heiko Ittig

22 Uhr Orgelkonzert mit Werken von Johann Sebastian Bach und Charles Marie Widor mit Pauluskantor Heiko Ittig an der Orgel
Rezitation: Pfarrerin Astrid Taudien 

Während seines Studiums in Berlin kam er in Kontakt mit der Theologie Karl Barths, einer der wesentlichen Autoren der Barmer Theologischen Erklärung von 1933. Diese ist bis heute wesentliche Bekenntnisschrift der Evangelischen Kirche bis heute. In ihr heißt es „Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben. – Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Wort Gottes auch noch andere Ereignisse, Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung erkennen.“

 

Entgegen der weit verbreiteten Euphorie unter den Protestanten nahm Bonhoeffers Familie die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 sehr kritisch wahr. Bonhoeffers Schwager Rüdiger Schleicher drückte ihre Meinung aus, als er abends dazu sagte: „Das bedeutet Krieg!“

 

Am 1. Februar 1933 hielt Bonhoeffer den Radiovortrag „Wandlungen des Führerbegriffes“. Er verlangte darin eine Begrenzung totaler Machtfülle des Kanzleramtes durch rechtsstaatliche Ordnung und Volkswohl.

Er übernahm für die Bekennende Kirche 1935 die Ausbildung angehender Pastoren im Predigerseminar Zingsthof. Bonhoeffer entwickelte seine Vorstellung davon, dass Kirche nicht nur Gemeinschaft von Seelen, nicht nur Verkündigung, sondern vor allem auch realer Leib Christi auf Erden sei. Dies schließe eine echte, lebendige Nachfolge Christi ein, ungeachtet der Kosten, die das für den Einzelnen habe. 1937 schloss der NS-Staat das Predigerseminar, das nun illegal weitergeführt und als „Sammelvikariat“ von mutigen Superintendenten und Pfarrern gedeckt wurde. Bonhoeffer war offiziell als Hilfsprediger in Schlawe tätig, führte aber die getarnte Vikarausbildung für die Bekennende Kirche in Köslin und Groß Schlönwitz, später im Sigurdshof weiter, bis im März 1940 auch hier die Gestapo eingriff. Ab 1938 versuchte Bonhoeffer die christlichen Kirchen in der Ökumenischen Bewegung zum Einsatz gegen die laufenden Kriegsvorbereitungen der Nationalsozialisten zu bewegen. Aufgrund dieser Aktivitäten lernte er hohe kirchliche Würdenträger in ganz Europa kennen. Am 10. März 1939 brach er zu Gesprächen u. a. mit dem anglikanischen Bischof George Bell nach London auf, wo er erneut für eine Anerkennung der Bekennenden Kirche durch den Vorläufigen Weltrat der Kirchen warb. Trotz Sympathien konnte er nichts Grundlegendes erreichen. Die zugespitzte Lage in Europa ließ keinen Rückzug von der Welt zu, sondern nur ein gleichzeitig diesseitiges wie jenseitiges Leben. Diese für Bonhoeffer selbst äußerst schwierige Entscheidung war von größter Bedeutung und Folgenschwere für sein weiteres Denken und Leben. In dieser Zeit lernte er Wilhelm Canaris, Hans Oster, Karl Sack und Ludwig Beck kennen, von denen insbesondere Canaris eine Mitbeteiligung am 1943 verübten Hitler-Attentat durch von Stauffenberg nachgewiesen werden konnte. Zunächst kehrte Bonhoeffer aber zur Vikariatsausbildung auf den Sigurdshof zurück.  Nachdem die Gestapo am 17. März 1940 das letzte Sammelvikariat dort schloss eine von Bonhoeffer geleitete Freizeit polizeilich auflöste, führte er Gespräche mit Hans Oster und Hans von Dohnanyi über eine „Unabkömmlichstellung“ für Abwehraufträge. Er wollte so seine ökumenischen Kontakte für die Verschwörer nutzen, um mit den Alliierten Verhandlungen einzuleiten. Bonhoeffer war also nicht an der Planung von Hitlerattentaten beteiligt, sondern diente als Verbindungsmann, offiziell im Auftrag der Abwehr. Am 22. August 1940 erhielt er „wegen seiner volkszersetzenden Tätigkeit“ Redeverbot „für das gesamte Reichsgebiet“, im März 1941 ein entsprechendes Schreibverbot. 1943 erfolgte dann im Zusammenhang mit den Volksgerichtshofprozessen gegen von Stauffenberg auch die Arrestierung Bonhoeffers.

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