Gottesdienste

In einem Projekt wird die Evangelische Kirchengemeinde Hamm die Sonntagsgottesdienste der Pauluskirche regelmäßig und verlässlich musikalisch gestalten. Neben Kantor Heiko Ittig und Posaunenchorleiter Reinhard Bersch beteiligen sich hier vor allem die musikalischen Gruppen an der Pauluskirche: Pauluskantorei, Pop- und Gospelchor, CVJM Posaunenchor, Paulusensemble und die Musikschule der Kirchengemeinde.
Kirchenmusik entstammt dem Gottesdienst und gehört in den Gottesdienst. Sie verbindet Religion und Öffentlichkeit. Kirchenmusik bildet einen Grundbestandteil des evangelischen Gottesdienstes. Sie ist christlicher Glaube in Tönen und beteiligt auch in den Chören Aktive an der Gestaltung und macht damit Gottesdienst zu einer Feier der Gemeinde.

Seitdem der Reformator Martin Luther alles Gewicht auf die Verkündigung des Gottesworts gelegt hatte, verstanden sich lutherische Kirchenmusiker als Prediger. Wortausdeutung war das letzte Ziel ihrer Musik. Das gilt auch und in überragender Weise von Johann Sebastian Bach. Zu den Gipfelpunkten dieses Bemühens gehören die Evangelientexte im Weihnachtsoratorium und in den Passionen, die heute oftmals in konzertanten Aufführungen erleben.
Bachs überlieferte Briefe und Äußerungen, seine hinterlassenen Bücher, vor allem aber sein Werk bezeugen seine tiefe Verwurzelung in Bibel und lutherischem Katechismus und seinen kirchlich und liturgisch akzentuierten Glauben. Im Vorwort seiner Unterweisung im Generalbassspiel schreibt er: "Und soll ... aller Musik ... Finis und Endursache anders nicht als nur zu Gottes Ehre und Rekreation des Gemüts sein. Wo dieses nicht in Acht genommen wird, da ist‘s keine eigentliche Musik, sondern ein teuflisches Geplärr und Geleier."
Neben der von Gott zum Menschen absteigenden Perspektive in der Verkündigung stand Bachs Musizieren zugleich unter dem vom Menschen zu Gott aufsteigenden Symbol des Lobopfers.
Sich dieser Wirkung einer aktiven Kirchenmusik bewusst, haben sich die Verantwortlichen nun zu einer regelmäßigen Mitwirkung von Gruppen und Solisten in den Gottesdiensten entschieden:

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