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Lutherkirche

Mit Beschluss der Kreissynode im Sommer 2010 wird die Lutherkirche als zentrale Jugendkirche ab dem 01.01.2011 genutzt werden. Mit diesem Datum wird auch die unmittelbare gemeindliche Nutzung durch die Kirchengemeinde Hamm enden.
Weitere Informationen zur Jugendkirche >hier.

Geschichte der Luthergemeinde

1535 erste Anhänger lutherischen Glaubens in Hamm.
Die Bürger reformierten Glaubens setzen sich
Anfang des 17. Jahrhundert in Hamm durch. Den
lutherischen Anhängern wird es fast unmöglich
gemacht, ihren eigenen Glauben zu leben.
Als am 10. Febr.1650 Kurfürst Friedrich Wilhelm
die Glaubensfreiheit verkündet, kann die Gemeinde
endlich trotz weiterer Hinderung durch die
Reformierten öffentlich Gottesdienste feiern und
ein altes Haus als Kirchraum umbauen
(Das Gebäude stand ungefähr gegenüber der
heutigen Kirche, wo das Eckhaus steht)
Seelsorgerlich wurde die Gemeinde von um-
liegenden lutherischen Gemeinden versorgt.
Der erste Pfarrer, Rüdiger Westhoff, (29.9. 1650 - 26.2.1681)
hat sich nicht nur seelsorgerisch um seine Gemeinde
gekümmert. Umbauarbeiten und Ausstattung der Kirche
wurden zum Teil nur durch Spendeneinkünfte möglich.
Sein Sohn wurde ein berühmter Arzt in Berlin, und
bekam für seine Verdienste einen Adelstitel verliehen.
Seit dem nannte sich die Familie von Westhoven.
Noch heute erinnert die Westhofenstraße an die Pfarrfamilie.
Wegen Baufälligkeit baute die Gemeinde, auch wieder mit
Hilfe von Spendengeldern eine neue Kirche. Grundsteinlegung:
18. Juni 1734, erster Gottesdienst 11. Juni 1739.
1817 wird per Gesetz eine Vereinigung der Reformierten
mit den Lutheranern angeordnet. In Hamm wird die
Vereinigung am 31.10. 1824 vollzogen.

Die Architektur der Kirche

Baustil:
Vermengung von gotischer und barocker Bauweise:
4-jochige 3-schiffige Halle mit hohen Fenstern und
Seitenschiffemporen, sowie eingezogenem 5/8 - Chor.
Westturm mit Barockhelm. Der Sockel und die
Turmecken sind aus grünem Sandstein gebaut, die
Zwischenräume mit Ziegeln gefüllt.
1891/92 und 1912 Renovierungsarbeiten: Veränderung
der Bänke und der Kapitelle, die Emporenaufgänge
werden aus dem Turm an die hinteren Seiten
des Hauptschiffes gelegt, die Sakristei wird angebaut.
Erneuerung der Portale, die Kirche wird verputzt.
Erhebliche Schäden im 2. Weltkrieg: Dach brennt ab,
Turm wird mehrfach durchschossen, Gewölbe wird
beschädigt, die bunten Fenster von 1883 werden zerstört.
Wiederaufbau 1946 -1948
1989/90 gerät der Turm in eine Schieflage: Die
Eichenpfähle, auf der die Kirche gebaut wurde, sind
morsch geworden. Mit hohem finanziellen
Aufwand bekommt die Kirche eine Betonwanne zur Fundamentsicherung.
(Gunhild Bersch)